Brokkoli

1. Januar 2026

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Belegstatus: Nährwertprofil gut belegt (USDA) · reich an Vitamin C, Vitamin K1 und Folat; wichtigste Nahrungsquelle der Sulforaphan-Vorstufe (Glucoraphanin)
Gruppe (Heimat): Organismen → Pflanzen

Lebensmittel-Organismus. Diese Seite beschreibt das Nährstoffprofil und verlinkt die enthaltenen Wirkstoffe.


Steckbrief (Organismus)

Feld Angabe
Deutscher Name Brokkoli
Art Brassica oleracea var. italica
Gruppe Kohlgemüse (Kreuzblütler, Brassicaceae)
Genutzte Teile Röschen, Stiel (roh oder gegart)
Ernährungstyp nährstoffdichtes Kohlgemüse

Botanik & Herkunft

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) ist ein Kreuzblütler und eng mit Blumenkohl, Grünkohl und Weißkohl verwandt. Er ist reich an Vitamin C, Vitamin K1, Folat und Ballaststoffen und die wichtigste Nahrungsquelle für Glucoraphanin, die Vorstufe des viel untersuchten sekundären Pflanzenstoffs Sulforaphan [667][668].

Nährwertprofil (roh, je 100 g, Richtwerte)

Nährstoff Menge (ca.) Anteil Tagesbedarf
Vitamin C 89 mg ~99 %
Vitamin K1 102 µg ~85 %
Folat (B9) 63 µg ~16 %
Kalium 316 mg ~9 %
Calcium 47 mg ~5 %
Ballaststoffe 2,6 g ~10 %

Dazu Glucoraphanin (→ Sulforaphan bei Zerkleinerung), Quercetin und Chrom in Spuren [667][668].

Enthaltene Wirkstoffe

Wirkstoff Klasse Rolle Seite
Vitamin C Vitamin Antioxidans, Immunsystem Vitamin C
Vitamin K1 Vitamin Blutgerinnung, Knochen Vitamin K1
Sulforaphan (aus Glucoraphanin) Isothiocyanat Nrf2-Aktivierung, antioxidativ Sulforaphan
Quercetin Flavonoid Antioxidans, antiallergisch Quercetin
Calcium Mengenelement Knochen Kalzium
Chrom Spurenelement Glukosestoffwechsel (Spuren) Chrom
Alpha-Liponsäure vitaminähnlich Antioxidans (Spuren) Alpha-Liponsäure

Bedeutung in der Ernährung

Brokkoli ist ein nährstoffdichtes Kohlgemüse: Schon 100 g decken nahezu den Vitamin-C-Tagesbedarf und liefern viel Vitamin K1 [667]. Ernährungsphysiologisch besonders interessant ist Sulforaphan: Es entsteht aus Glucoraphanin durch das Enzym Myrosinase, wenn die Zellen (z. B. beim Kauen/Schneiden) zerstört werden — schonende Zubereitung und Zerkleinern vor dem Garen erhalten mehr davon [668]. Sulforaphan ist präklinisch stark untersucht (Nrf2/antioxidativ), die Humanevidenz ist noch vorläufig (siehe die eigene Substanzseite).

Einsatz in Naturheilkunde & Alternativmedizin

⚠️ Nicht wissenschaftlich belegt — bitte zuerst lesen.
Dieser Abschnitt dokumentiert, wie in naturheilkundlicher und alternativmedizinischer
Praxis mit diesem Organismus/Lebensmittel gearbeitet wird. Er beschreibt eine Praxis, nicht eine
nachgewiesene Wirkung. Die genannten Anwendungen sind überwiegend nicht durch
kontrollierte Studien gestützt
. Der Abschnitt „Bedeutung in der Ernährung" bleibt maßgeblich.
Bei ernsthaften Erkrankungen ersetzt keine der hier beschriebenen Anwendungen eine ärztliche
Diagnose und Behandlung.

Praxisrichtung(en): Ernährungsmedizin; „Anti-Krebs"-Ernährung (Kreuzblütler)

Wird eingesetzt bei: Brokkoli (und Brokkolisprossen als konzentrierte Sulforaphan-Quelle) werden zur „Zellschutz"-/Entgiftungsunterstützung, für Herz-Kreislauf und allgemein als Gemüse mit „krebsprotektivem" Ruf eingesetzt [668].

Begründung in der Praxis: Begründet über Vitamin C/K1 und v. a. das Sulforaphan (Nrf2-Aktivierung, Phase-II-Enzyme). Als Position der Praxis dargestellt — präklinisch plausibel, human noch vorläufig.

Einordnung: Brokkoli ist ein sehr gesundes, nährstoffdichtes Gemüse; die spezifischen Sulforaphan-Effekte sind vielversprechend, aber bislang v. a. präklinisch. Brokkolisprossen enthalten deutlich mehr Glucoraphanin als die Röschen. Schonende Zubereitung erhält die aktiven Verbindungen.

Quelle der Praxisbeschreibung: [668]

Belegt wird hier die Existenz der Praxis, nicht ihre Wirksamkeit.

Praktische Hinweise

Zubereitung & Lagerung

Dämpfen statt lange kochen (erhält Vitamin C und Myrosinase). Vor dem Garen schneiden und einige Minuten stehen lassen begünstigt die Sulforaphan-Bildung. Kühl lagern, frisch verbrauchen.

Wer sollte vorsichtig sein

Risiken, Neben- & Wechselwirkungen

Als Lebensmittel gut verträglich. Themen: Blähungen (Ballaststoffe/Kohl), Vitamin-K1-Interaktion mit Gerinnungshemmern und goitrogene Effekte nur bei sehr hohem Rohverzehr mit Jodmangel.

Rechtlicher Status

Brokkoli ist ein Lebensmittel. Sulforaphan-/Brokkolisprossen-Extrakte sind als NEM verkehrsfähig. Keine Arzneimitteleinstufung.

Zusammenfassung

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) ist ein nährstoffdichter Kreuzblütler mit sehr hohem Vitamin C und Vitamin K1, dazu Folat, Quercetin und der Sulforaphan-Vorstufe Glucoraphanin [667][668]. Schonende Zubereitung erhält Vitamin C und die Sulforaphan-Bildung. Ein gesundes Alltagsgemüse; die spezifischen Sulforaphan-Effekte sind präklinisch stark, human noch vorläufig.

Quellen

[667] Broccoli vs Spinach — Vitamin C/K, Calcium, Ballaststoffe, Kalium (USDA-Vergleich). SouperSage/USDA. https://www.soupersage.com/compare-nutrition/spinach-vs-broccoli
[668] Broccoli — Sulforaphan/Glucoraphanin, Myrosinase, krebspräventive Forschung. Healthline (mit Primärbezug). https://www.healthline.com/nutrition/foods-high-in-folate-folic-acid

Hinweis: [667] USDA-basiert; [668] Sekundärquelle mit Primärbezug. [Zu prüfen: dedizierte Sulforaphan-RCTs auf der Substanzseite.]

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