Schwein
Belegstatus: Nährwertprofil gut belegt (USDA) · vollständige Proteinquelle mit außergewöhnlich hohem Gehalt an Vitamin B1 (Thiamin)
Gruppe (Heimat): Organismen → Tierisch
Lebensmittel-Organismus. Diese Seite beschreibt das Nährstoffprofil und verlinkt die enthaltenen Wirkstoffe. Für die einzelnen Nährstoffe siehe die jeweiligen Substanz-Seiten.
Steckbrief (Organismus)
| Feld | Angabe |
|---|---|
| Deutscher Name | Schwein (Schweinefleisch) |
| Art | Sus scrofa domesticus (Hausschwein) |
| Gruppe | Säugetier; tierisches Lebensmittel (rotes Fleisch) |
| Genutzte Teile | Muskelfleisch (Filet, Kotelett), Schinken, Innereien |
| Ernährungstyp | rotes Fleisch, vollständiges Protein |
Zoologie & Herkunft
Das Hausschwein (Sus scrofa domesticus) ist weltweit eine der wichtigsten Fleischquellen. Ernährungsphysiologisch fällt Schweinefleisch durch seinen besonders hohen Thiamin-(Vitamin-B1-)Gehalt auf — deutlich höher als bei anderen roten Fleischsorten [653][654].
Nährwertprofil (mageres Schweinefleisch, gegart, je 100 g, Richtwerte)
| Nährstoff | Menge (ca.) | Anteil Tagesbedarf |
|---|---|---|
| Protein | 27 g | ~54 % |
| Vitamin B1 (Thiamin) | 0,8–1,0 mg | ~70–90 % |
| Niacin (B3) | 6,3 mg | ~39 % |
| Vitamin B6 | 0,5 mg | ~29 % |
| Vitamin B12 | 0,7 µg | ~29 % |
| Selen | 38 µg | ~69 % |
| Zink | 2,4 mg | ~22 % |
| Phosphor | 220 mg | ~18 % |
Dazu Aminosäuren wie Glycin und Prolin (v. a. in kollagenreichen Teilen/Schwarte) sowie L-Carnitin [653][655].
Enthaltene Wirkstoffe
| Wirkstoff | Klasse | Rolle | Seite |
|---|---|---|---|
| Protein / essenzielle Aminosäuren | Aminosäuren | Muskel-/Gewebeaufbau | Aminosäuren & Proteine |
| Vitamin B1 (Thiamin) | Vitamin | Energiestoffwechsel, Nerven | Vitamin B1 |
| L-Carnitin | vitaminähnlich | Fettsäuretransport | L-Carnitin |
| Glycin | Aminosäure | Kollagen/Struktur | Glycin |
| L-Prolin | Aminosäure | Kollagen/Struktur | L-Prolin |
Bedeutung in der Ernährung
Schweinefleisch ist ein vollständiges Protein und die mit Abstand beste Fleisch-Quelle für Thiamin (Vitamin B1) [654]. Mageres Schweinefleisch (z. B. Filet) ist ernährungsphysiologisch günstiger als fettreiche/verarbeitete Produkte (Wurst, Speck). Kollagenreiche Teile liefern die Aminosäuren Glycin und Prolin.
Einsatz in Naturheilkunde & Alternativmedizin
⚠️ Nicht wissenschaftlich belegt — bitte zuerst lesen.
Dieser Abschnitt dokumentiert, wie in naturheilkundlicher und alternativmedizinischer
Praxis mit diesem Organismus/Lebensmittel gearbeitet wird. Er beschreibt eine Praxis, nicht eine
nachgewiesene Wirkung. Die genannten Anwendungen sind überwiegend nicht durch
kontrollierte Studien gestützt. Der Abschnitt „Bedeutung in der Ernährung" bleibt maßgeblich.
Bei ernsthaften Erkrankungen ersetzt keine der hier beschriebenen Anwendungen eine ärztliche
Diagnose und Behandlung.
Praxisrichtung(en): Ernährungsmedizin; traditionelle Küche
Wird eingesetzt bei: Schweinefleisch wird als Protein-/B-Vitamin-Quelle (v. a. Thiamin) eingesetzt; kollagenreiche Teile/Brühen gelten traditionell als „stärkend" (Glycin/Prolin) [653][655].
Begründung in der Praxis: Begründet über die Protein- und Thiamin-Dichte. Als Position der Praxis dargestellt — für die Nährstoffversorgung nachvollziehbar.
Einordnung: Mageres Schweinefleisch ist eine gute Protein- und die beste Thiamin-Fleischquelle. Wie bei allen roten Fleischsorten gelten die ernährungsmedizinischen Empfehlungen zur Menge, insbesondere bei verarbeiteten Produkten (Wurst, Speck, Schinken).
Quelle der Praxisbeschreibung: [653][655]
Belegt wird hier die Existenz der Praxis, nicht ihre Wirksamkeit.
Praktische Hinweise
Zubereitung & Lagerung
Vollständig durchgaren (Trichinen/Keime — in der EU durch Kontrollen selten, aber Durchgaren bleibt Standard). Kühlkette einhalten.
Wer sollte vorsichtig sein
- Herz-Kreislauf-Risiko: verarbeitete Produkte (Wurst/Speck) begrenzen.
- Gicht: purinhaltig — zurückhaltend.
- Schwangerschaft: nur vollständig durchgegart; rohe Produkte (Mett, roher Schinken) meiden (Toxoplasmose/Listerien).
Risiken, Neben- & Wechselwirkungen
Mageres Fleisch ist gut verträglich. Relevanter sind verarbeitete Produkte (hoher Salz-/Fettgehalt; verarbeitetes Fleisch wird von der WHO/IARC als karzinogen eingestuft) und das mikrobiologische Risiko bei rohem Verzehr. [Zu belegen: IARC-Monographie 114 direkt referenzieren.]
Rechtlicher Status
Schweinefleisch ist ein Lebensmittel; Erzeugung/Handel lebensmittelrechtlich geregelt (Hygiene, Trichinenkontrolle, Kennzeichnung). Keine NEM-/Arzneimitteleinstufung.
Zusammenfassung
Schwein (Sus scrofa domesticus) liefert vollständiges Protein und ist die beste Fleischquelle für Vitamin B1 (Thiamin) sowie reich an weiteren B-Vitaminen und Selen [653][654]. Mageres Schweinefleisch ist günstiger als verarbeitete Produkte, für die die ernährungsmedizinischen Mengenempfehlungen gelten.
Quellen
[653] Pork — Nutritional value per 100 g (Protein, Thiamin sehr hoch, B6/B12, Selen, Zink). Wikipedia/USDA FDC. https://en.wikipedia.org/wiki/Pork
[654] Pork and Thiamine — Schweinefleisch als beste Thiamin-Quelle unter Fleischsorten. Harvard T.H. Chan Nutrition Source / USDA. https://nutritionsource.hsph.harvard.edu/
[655] Pork nutrition — L-Carnitin, Glycin/Prolin in kollagenreichen Teilen. USDA FoodData Central. https://fdc.nal.usda.gov/
Hinweis: [653] (Wikipedia/USDA) autoritativ; [654] (Harvard/USDA) fachlich; [655] USDA-Datenbank.
Verwandte Einträge
- Rind · Huhn (andere Fleischquellen)
- Vitamin B1 (Leitnährstoff des Schweinefleischs)
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Titel: Schwein
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